InstitutsVergV 3.0

Herausforderungen der neuen Runde in der Vergütungsregulierung | Die neue Auslegungshilfe der BaFin | Umsetzung der Aktionärsrechterichtlinie

Zielsetzung

Im August 2017 ist die Neufassung der InstitutsVergV in Kraft getreten, die dazugehörige Auslegungshilfe der BaFin ist im Februar 2018 veröffentlicht worden. Die bisherige Systematik der Regelungen bleibt erhalten, so z.B. die Proportionalität auf Instituts- und Mitarbeiterebene, nur die bedeutenden Institute müssen ihre Risikoträger identifizieren, auch die Materialitätsschwelle bleibt bestehen.
Die Neuerungen im Überblick:
- Bedeutende Institute sind verpflichtet, auch variable Vergütungs-
bestandteile zurückzufordern, wenn sie im nachhinein gravierende
Pflichtverletzungen der Betroffenen in der Berichtsperiode feststellen
(Clawback).
- Vor allem setzt die neue Verordnung die EBA-Leitlinien um und konkre-
tisiert die Vergütungsvorschriften der CRD IV und der CRR. Definiert
sind jetzt die Unterschiede zwischen fixer und variabler Vergütung mit
einem abschließenden Katalog von Kriterien für die Einordnung einer
Vergütung als fixe Vergütung, alles andere ist variable Vergütung.
- Es gibt dezidierte Regeln für Abfindungen.
- Halteprämien werden zugelassen.
- Inhalte und Ergebnisse der Entscheidungsprozesse sind angemessen
zu dokumentieren.
- Auch bei den Besonderen Aufgaben gibt es noch eine Reihe von Neue-
rungen.
Die neuen Vorschriften machen eine erneute Überarbeitung bzw. Anpassung der Vergütungssystematik in den Instituten erforderlich. Im Rahmen des WM-Seminars wird der bevorstehende Umsetzungsbedarf für die Institute erläutert und analysiert, sowohl aus der Sicht bedeutender Institute als auch nicht bedeutender Institute.
Die mittlerweile veröffentlichten Auslegungshilfen der BaFin werden sicherlich eine wesentliche Hilfe darstellen, um den Anforderungen der Verordnung in der Praxis gerecht zu werden. Sie erhöhen mehrheitlich die Rechtssicherheit, andererseits stellen sich aber neue Fragen, die es zu klären gilt.
Mitspracherechte der Aktionäre zur Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung stehen auch im Fokus des gerade zur Konsultation gestellten ARUG II: "Say-on-pay", "Related-party-transactions" und "know-your-shareholder" sind hier die führenden Stichworte.

Datum Uhrzeit Ort
28.11.2018 9.30 bis ca. 16.00 Uhr Eschborn / Ts.
Ansprechpartner
Ansprechpartner
Johannes Schapher
Tel.: +49 69 2732 205
j.schapher@wmseminare.de
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