Common Reporting Standard (CRS) & Voluntary Disclosure

Zielsetzung

Mit dem Ziel der internationalen Bekämpfung der weltweiten Steuerhinterziehung
haben knapp 100 Staaten bisher erklärt, am Informationsaustausch auf Basis des Common
Reporting Standards (CRS) der OECD teilzunehmen. Vor dem Hintergrund dieses
automatisierten Austauschs von Informationen über Finanzkonten werden mehr als 50
Staaten bereits im Jahr 2017 Daten für das Jahr 2016 austauschen, darunter die meisten
Staaten der Europäischen Union, beispielsweise auch Luxemburg und Deutschland. Die
übrigen Länder folgen dann in 2018.
Der Internationale automatische Informationsaustausch gemäß des CRS stellt damit
nach der Umsetzung von Fatca die nächste große rechtliche und technische Herausforderung
für die Finanzdienstleistungsbranche dar. Konkret werden Finanzinstitute verpflichtet,
steuerrelevante Informationen über ihre Kontoinhaber zu erheben und an die
nationalen Steuerbehörden zu melden, welche dann die Daten an das Heimatland des
Kontoinhabers weiterleiten. Für betroffene Unternehmen stellt sich die Frage, wie die
rechtlichen Grundlagen des CRS ausgestaltet sind, inwieweit sich die nationale Umsetzung
in den einzelnen teilnehmenden Staaten unterscheidet und wie unterschiedliche
Reportingverpflichtungen aufeinander abgestimmt werden können.
Die Einführung eines automatischen internationalen Informationsaustauschs auf Basis
des CRS wird auch erhebliche Folgewirkungen für das Endkundengeschäft haben. Der
Informationsaustausch wird zu einer drastischen Erhöhung der Entdeckungswahrscheinlichkeit
unversteuerter Vermögen weltweit führen. Daher werden sich Bankberater
und Vermögensverwalter vermehrt mit Anfragen ausländischer Kunden konfrontiert
sehen, wie diese eine grenzüberschreitende wirksame steuerliche Regularisierung
erreichen können. Hierzu haben zahlreiche Staaten standardisierte Offenlegungsprogramme
etabliert, die Steuerpflichtige gezielt nutzen können, um strafrechtliche Risiken
zu minimieren.
Das WM-Seminar gibt mit Experten aus der Beratung und unterschiedlicher betrieblicher
Praxis Hilfestellungen für die finale Umsetzung der neuen Regelungen. Dabei
befasst sich das Seminar nicht nur mit den rechtlichen Fragen, sondern fokussiert sich
auf die Umsetzung (Wie geht es? Worauf muss unbedingt geachtet werden?) Es gilt, die
besondere Aufmerksamkeit auf die Auswirkungen im Detail zu richten und frühzeitig
entsprechende Auswirkungen auf die Geschäftsfelder, Prozesse und IT-Systeme zu
prüfen.
Ferner werden im Seminar konkrete Probleme bei der freiwilligen Offenlegung durch
internationale Kunden thematisiert. Dabei werden praktische Handlungsoptionen für
Kundenberater und Vermögensverwalter aufgezeigt, wie eine wirksame und effiziente
globale Offenlegung der Kunden erfolgen kann.

Datum Uhrzeit Ort
09.06.2016 9.30 bis ca. 17.30 Uhr Luxemburg
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